Pflanzenasyl _ Samenbank versus Notenbank

Die Schweiz als Asylland für seltene und beinahe ausgestorbene Pflanzenarten / Ideenwettbewerb Denk Allmend

 

Projekttitel: Samenbank versus Notenbank

Auslober Ideenwettbewerb: Denkallmend

Gegenstand: Neustrukturierung des aufgelassenen Militärflughafens Dübendorf, Schweiz

Projektlaufzeit: 2011

Konzept: su.n - spaceunit.network

Konzept / Visualisierungen: siehe Galerie

 

Mehr als ein Fünftel (22%!) aller Pflanzen sind weltweit vom Aussterben bedroht. Hauptverursacher ist der Mensch, der damit seinen eigenen Boden abgräbt. Allmende kann helfen.Unwissenheit und Großkonzerne sind die Hauptverursacher, doch selbst die Pharmaindustrie hat mittlerweile das Potential und den Nutzen der Artenvielfalt erkannt.

 

Während gutgemeinte Eu-Richtlinien in ganz Europa Arten zu registrieren versuchen, und damit direkt zum Aussterben aller seltenen „nicht-registrierten“ Pflanzen beitragen, welche danach nicht mehr verkauft werden dürfen, muss die Schweiz sich nicht so demütig fügen. Ganz Europa ist von der Homogenisierung besetzt.

 

Nur ein kleines (Düben-)Dorf in der Schweiz leistet Widerstand!

 

Die Schweiz hat Tradition als Asyl-Land. Die Schweiz ist die eigentliche Weltbank. Die Schweiz kann Weltsamenbank werden. Geldbank & Samenbank, Börse, Archiv, Bewahrerin, Erneuererin und Multiplikatorin.

 

Die kleinstrukturierte Landwirtschaft des Landes zeigt noch ein buntes Bild, weit weg von den Monokulturindustrien des „freien“ Ernährungsmarktes.

 

Überleben durch die Archivierung seltener Samen, deren Vervielfältigung durch Anbau und Weiter- bzw. Rückgabe. Als Multiplikatoren regenerieren die Saaten den Artenbestand. Die Artenvielfalt und das damit erzeugte Bewusstsein eröffnet eine ganze Bandbreite neuer Produkte, neuer Verarbeitungen und neuer Märkte.

 

„Auf der Suche nach Bewältigungsstrategien für die ökologischen Krisen des 21. Jahrhunderts rückt die Allmendbewirtschaftung wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende). - Nehmen wir Allmende ernst!

 

Die Auflassung des Flugfelds Dübendorf schafft eine einzigartige Möglichkeit einen lokalen und globalen Akzent zu setzen. Wenn biblisch Schwerter zu Pflugscharen werden, werden hier Flug- zu Pflugfelder, und retten uns letztlich alle.

 

Der urbane Kontext mit seiner Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und vielfachen Nutzbarkeit schafft ein neues Zentrum und Synonym für Dübendorf, Zürich, die Schweiz, Europa und die ganze Welt. Wenn in 20 Jahren auf Autobahnen nur noch E-Autos fahren, wird Nähe zur Strasse eine neue Begrifflichkeit.

 

Aus Hangars werden Maschinenhallen und Speicher, aus Bunkern Archive, aus Kantinen werden Produktküchen, aus dem Flugaufsichtsturm ein Aussichtsturm. Die Flugfelder werden zu Nutzfeldern, aus Mononutzung wird Diversität.Die Landwirtschaft wird der Energieerzeuger der Zukunft. Vorgemacht wird’s in der Allmend, für alle sichtbar, für alle nachahmbar.

 

Die integrative Nutzung der Fläche (Saat, Beobachtung, Pflege, Ernte, Erntefest, Produktnutzung) führt zu Bewusstseinsbildung, Patenschaften, etc. für alle Alters- und Einkommensstufen und selbst für Pharma- und andere Grosskonzerne.

 

Nicht nur ALLMEND denken, sondern ALLMEND handeln und sein.